Samstag, 22. Dezember 2012

Patagonien // Argentinien - Chile (Teil 1)


Cerro Fitzroy (3406m) in der Nähe von El Chaltén, Patagonien in Argentinien am 26.12.2012.
Für mich das beste Bild der Reise, wenn nicht sogar eines meiner besten Landschaftsfotos!

Patagonien - seit ich zum ersten Mal ein Bild der Landschaft Patagoniens gesehen hatte, war es mein Traum diese mit eigenen Augen zu sehen. In den Weihnachtsferien unseres 4. Schuljahres in El Salvador war es soweit und dieser Traum stand vor der Verwirklichung.

Die Route unserer Reise durch Argentinien, bei der Patagonien im Mittelpunkt stand.

Da diese Zeit als die beste Reisezeit gilt und wir in vier Wochen so viel wie möglich sehen wollten, planten wir unsere Reise schon im Voraus recht genau. Es stellte sich heraus, dass der Airpass von LAN uns einiges an Geld und Zeit sparen würde und so reisten wir zum ersten Mal nahezu ausschließlich auf dem Luftweg. Das lustige ist, dass ein 1h Flug wirklich billiger als die entsprechende 24h Busfahrt ist.

San Salvador aus der Luft kurz nach dem Abflug.

Wir flogen wie immer direkt am letzten Schultag nach der Schule los und kamen am nächsten Morgen um kurz vor 7 Uhr in Buenos Aires an. In Buenos Aires verbrachten wir zunächst nur zwei kurze Tage, die gerade reichten einen sehr, sehr groben Eindruck von der Stadt zu bekommen, aber wir hatten zum Ende unserer Reise noch mehr Zeit dort eingeplant.

Buenos Aires

Eingang zu einer "Subte" Station.

Buenos Aires ist in jeglicher Hinsicht zu vergleichen mit einer modernen europäischen Großstadt, man könnte sagen es ist eine Mischung aus Paris und Barcelona mit südamerikanischen Einflüssen. 
Die einfachste Art der Fortbewegung ist die "Subte", die Metro der Stadt, über die man nahezu alle wichtigen Bereiche der Stadt erreichen kann. Dazu gibt es ein etwas komplizierteres Busnetz, über das man wirklich jedes Eckchen der Stadt erreicht. Zuletzt bleibt natürlich noch die einfachste, aber effektivste Art der Fortbewegung, wenn man viel sehen möchte - Laufen.

Casa Rosada - der Präsidentenpalast direkt am Plaza de Mayo

An unserem ersten Tag entschieden wir uns fürs Laufen - wir liefen und liefen. Von unserer Unterkunft im Stadtteil San Cristóbal liefen wir durch den Stadtteil von San Telmo zum Plaza de Mayo von dort weiter zum Nationalkongress, dann ein bisschen durch den Stadtteil von Retiro. Mit der Subte fuhren wir dann zum Friedhof La Recoleta im gleichnamigen Stadtteil, auf dem zahlreiche wohlhabende und prominente Einwohner bestattet sind, unter anderem Eva Perón.

Demonstranten die in Richtung Plaza de Mayo marschieren.

Wie schon geschrieben machte Buenos Aires eher den Eindruck einer europäischen Großstadt. Gleich zu Beginn stolperten wir über eine Demonstration. In Europa normal, war es die erste, die wir in vier Jahren gesehen hatten.

 Die Häuser erinnern an Paris.

Die Gräber auf dem Friedhof La Recoleta waren eher kleine Paläste. Man irrte durch ein Labyrinth von Statuen, Kreuzen und "Grabpalästen". Wen man dem Strom der Menschen folgte erreichte man das Grab von Eva Perón, die noch heute als eine der größten Wohltäterinnen der Nation verehrt wird.

Friedhof La Recoleta 

Eva Peróns Grab

Den zweiten Tag begannen wir im Bus zum vermutlich berühmtesten Stadtteil "La Boca", der insbesondere durch die Fußball Mannschaft Boca Juniors, in der Maradona gespielt hat, so bekannt ist. La Boca an sich ist kein besonders sicherer Stadtteil, deshalb sollte man, zumindest mit großer Kamera, nur in den überwachteren, touristischeren Straßen herumspazieren.

Hier beginnt der Stadtteil "La Boca"...

La Boca wurde Ende des 19. Jahrhunderts von italienischen Einwanderern (meist aus Genua) gegründet. Für mich war es aus fotografischer Sicht ein absoluter Traum, aufgrund der vielen Farben.

 Typisches Haus im Stadtteil La Boca

Haustüre in La Boca

Ausschnitt der Hausfassaden am "El Caminito".

Die typischen Häuser wurden aus Blech und Holz von abgewrackten Schiffen gebaut und mit Schiffslackresten bunt bemalt. Heute verkaufen unzählige Künstler ihre Werke in den touristischen Straßen von La Boca.

Tourifoto: Nadine und Maradona der vom Balkon schaut.

Balkon eines Künstlerateliers

Die bekannteste Straße ist "el caminito" eine nur 100m lange Gasse, die neben den typischen bunten Wellblechhäusern auch die meisten Künstler beheimatet. In den weiteren touristischen Straßen findet man eine Tangoshow nach der anderen in kleinen italienischen Restaurants.

Die Hausfassaden am "el caminito", der kürzesten und bekanntesten Straße von La Boca.

Straßenmusiker vor einer kleinen Bar

Je weiter man sich vom "el caminito" entfernt, desto verlassener und untouristischer werden die Straßen. Allgegenwärtig bleiben bunte Häuser und Maradona Bilder an den Hauswänden. 

Die allgegenwärtige Legende

Eine weitere große Sehenswürdigkeit ist das Stadion der Boca Juniors "La Bombonera" (die Pralinenschachtel). Wir machten eine Stadionsbesichtigung, die ganz ok war, jedoch wäre mit Sicherheit das Beste dort ein Spiel zu sehen.

La Bombonera - das Stadion der Boca Juniors

Mit den Augen meiner Kamera gesehen, war La Boca das Highlight von Buenos Aires. Wenn man jedoch bedenkt wie touristisch die wenigen Straßen sind, die man ohne große Gefahr begehen kann, dann war La Boca eher enttäuschend. Nichtsdestotrotz würde ich jedem empfehlen den Stadtteil anzuschauen und mit Vorsicht auch ein wenig in den kleineren Sträßchen herumzulaufen, wo die Menschen abseits vom Tourismus ihr normales Leben leben.

La Boca - ein wenig abseits vom touristischen "El Caminito".



Fortsetzung folgt im Teil 2





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